Wolfgang Hawerkamp
Mitglied im Net Foto Art Club

Zeitgenossen



Wolfgang Hawerkamp


Jeder, der irgendwie künstlerisch tätig ist, verspürt den Drang seine Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Bei mir war es nicht anders. Deshalb habe ich mich vor 15 Jahren der Wettbewerbsfotografie verschrieben.

Fotografie als künstlerische Ausdrucksform...? Warum nicht ? Aufgrund der vielen national und international angebotenen Möglichkeiten hochwertige fotografische Arbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren, greifen immer mehr Fotografen zu dieser Form des künstlerischen Ausdrucks. Weltweit stehen mehr als 100 Fotosalons zur Verfügung um Spitzenfotos zu zeigen. Viele der Salons bieten neben einer freien Sparte, genannt General, auch speziell themenbezogene Sparten an, wie z.B. Reisefotografie, Fotojournalismus oder Natur. Die themenbezogenen Sparten sind dann allerdings auch mit gewissen Auflagen versehen. So sollte ein Reisefoto die Eigenschaften eines Landes oder der Bewohner unmanipuliert zeigen.

Um bei einem Fotosalon mit seinen Fotos erfolgreich zu sein, sind allerdings gewisse Hürden bzw. Auswahlkriterien zu meistern, denn die Fotos durchlaufen eine Jurierung, so daß am Schluß nur ca 20% der eingesandten Arbeiten zur Ausstellung gelangen. Hat man dies erst einmal geschafft, kann man mit seinem Bild oder Dia zusätzlich noch eine Medaille oder Urkunde erzielen. Für jedes angenommene Foto gibt es eine Vignette mit dem Salonemblem. Die Ergebnisse der Jurierung werden mit der sogenannten Report-Card verschickt, die dann zuhause mit Spannung erwartet wird.

Nachdem ich im Jahr 1980 das Medium Foto für mich entdeckt hatte, um mich auszudrücken, kam die Zeit des Suchens und Probierens. Zuerst wandte ich mich der S/W-Fotografie zu, stieg dann um auf Farbprints, um dann letztendlich bei der Dia-Fotografie zu landen. Die Laborarbeit lag mir nicht, auch das printen von Cibachromes war mir zu mühselig. Also machte ich nur Dias, schickte auch ein paar mal etwas an Zeitschriften und Verlage, aber ohne den erwarteten Erfolg.

1985 fiel mir dann ein Salonkatalog eines internationalen Fotosalons in die Hände, worauf ich den Entschluss fasste es auch einmal zu probieren. Im ersten Jahr war ich mit 14 angenommenen Bildern nicht sehr erfolgreich, dafür hatte ich aber Gelegenheit meinen Stil zu finden und meine Technik zu verbessern. Eine wertvolle Hilfe waren dabei die Salonkataloge, einige davon reich bebildert, aus denen man reichlich lernen konnte. Davon unabhängig muß man natürlich seinen eigenen Stil finden und weiter entwickeln.

Die ersten richtigen Erfolge kamen dann erst nach meiner USA Reise 1988, wo es mir gelungen war ein paar sehr gute Dias zu machen. Das wesentliche meiner Arbeitsweise ist u.a. die Konzentration auf einen Film (Agfa CT 100), den ich über Jahre verwendet habe. Der Vorteil liegt auf der Hand, man kennt sein Arbeitsmaterial im Schlaf. Meine Dias habe ich immer sehr knapp belichtet um für Dia-Präsentationen die besten Ergebnisse zu erhalten. Da ich im Lauf der Jahre auch einiges mitjuriert habe, war ich immer wieder entsetzt wie wenig z.B. auf eine richtige Belichtung geachtet wird, und wieviel überbelichtete Dias angeboten werden.

Kameras, Objektive, usw. sind für mich nur Handwerkszeug. In den ersten Jahren, wo ich in die Kamera noch verliebt war, habe ich wenig gute Bilder zustandegebracht. Allerdings habe ich ein Lieblingsojektiv, das 24er. Landschaftsmotive, mit dem 24er gestaltet, das ist meine Domäne. Gerade im Bereich der Landschaftsfotografie ist das Weitwinkel ein hervorragendes Instrument: nicht um besonders viel draufzukriegen, sondern um gerade den Vordergrund bildmässig mit einzubeziehen.




In den Bereichen der Sport- und auch der Tier-und Naturfotografie habe ich mich auch einige Zeit erfolgreich ausgetobt. Ich glaube auch, das es wichtig ist, wenn man sich einige Zeit mit einem Thema auseinandersetzt. So habe ich mich Anfang der 90er Jahre in jeder freien Minute in dem Gebiet zwischen Rhein und Erft, bis hin nach Jülich, von mir speziell später Erftland getauft, aufgehalten. In zwei Jahren ist eine Fotoserie entstanden, die alles beinhaltet, Architektur, Landschaft und Natur.

Bei dieser Gelegenheit kam ich auch durch Zufall auf die Sportfotografie: Seinerzeit gab es in der Nähe von Grevenbroich noch eine Motocross-Bahn, aufdie ich per Zufall bei einer meiner Sonntagstouren gestossen war. Dort ist an diesem Tag dann auch mein erfolgreichstes Sportfoto, nämlich das Bild No. 10, entstanden.



Fotografiert 1990 in Grevenbroich, ist dieses Bild das erfolgreichste Sportfoto des Autors. Eingesetzt wurde dabei ein Zommobjektiv 80-200mm. Der Bildautor hatte Glück und konnte von einem etwas erhöhten Standpunkt aus fotografieren. Diese Bild war bisher 55 mal auf Ausstellungen erfolgreich und wurde mit einer Medaille im amerikanischen Teaneck-Salon ausgezeichnet und erzielte zusätzlich 3 Urkunden in anderen Salons.


Die Jahre 1989 bis 1995 waren meine erfolgreichste Zeit als Wettbewerbsfotograf. Insgesamt konnte ich bisher mit über 200 Fotos ingesamt mehr als 1300 mal erfolgreich ausstellen. Dazu erzielte ich über 160 Auszeichnungen. Heute beteilige ich mich seltener an Fotosalons, nur die Salons, wo mit ausgezeichneten Salonkatalogen zu rechnen ist, beschicke ich. Dafür beschäftige ich mit mehr mit dem Ausbau der eigenen Homepage, und der meines Fotoclubs.

Wenn jemand spezielle Fragen zur Wettbewerbsfotografie hat, so bin ich gerne bereit zu helfen:
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