Tierfotografie

Tipps



Tierfotografie einmal anders.
In der Regel fotografiert man Tiere mit einem Teleobjektiv, ob dies nun in der freien Natur oder in einem Gehege ist. Dies ist durch die Aufnahmeumstände bedingt, weil der Fotograf selten die Möglichkeit hat, möglichst nahe genug an die Tiere heranzukommen. Diese Teleaufnahmen von Tieren, mögen sie noch so gut gemacht sein, sind vom Bildaufbau immer gleich: Tier scharf, Hintergrund extrem unscharf.

Bei meinen Vogel-Portraits ging ich den umgekehrten Weg. Mich haben die Strukturen des Gefieders, die feinen Abstufungen der Farben fasziniert. Mir ging es darum, die "Persönlichkeit" eines jeden Vogel herauszuarbeiten.

So benutze ich kein Teleobjektiv, sondern ein 90 mm Makroobjektiv. Dies geht jedoch nur, wenn man an die Tiere bis auf wenige Zentimeter herankommt. Im Bird Park in Bali hat man diese seltene Gelegenheit, denn dort sitzen viele Papageien und andere Vögel frei im Gelände, ausserdem gibt es Volieren mit riesigen Ausmaßen, die man betreten kann.

Natürlich braucht man auch hier viel Geduld, man muss sich den Tieren behutsam nähern, mit ihnen in Kommunikation treten, bis sie die letzte Scheu verloren haben. Meist sind die Papageien von Touristengruppen umringt, was das fotografieren zusätzlich erschwert.

Mit viel Mühe und auch erheblichem Ausschuss gelangen mir dann diese Extrem-Portraits. Der Abstand zwischen Kamera und Vogel betrug oft gerade mal 15-25 cm. Ich wählte knappe Bildausschnitte, die das charakteristische des jeweiligen Tieres zeigen. Um eine möglichst große Tiefenschärfe zu erhalten benutzte ich 400er Filme (Kodak Prof. Portra VC - Vivid Colors),

Auch sollte keine Hintergrundfarbe vom eigentlichen Motiv ablenken oder gar in Konkurrenz zu den Farben der Vögel stehen. So wurden die acht Fotos am PC freigestellt.


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Fotos ©
Wolfgang Peter


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