Sportfotografie

Tipps


Sport- und Actionfotografie
von Wolfgang Hawerkamp


Ein wichtiger Bereich der Fotografie ist die Sportfotografie. Ein so interessanter Bereich, dass sich z.B. bestimmte Amateurfotografen ausschließlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Auch hat es im Bereich der internationalen Fotosalons in den 80er Jahren den Sportfotosalon Ulm gegeben, der nur Sportfotos präsentiert hat.

Was wird nun speziell für die Sportfotografie benötigt. Da in den meisten Fällen ein gewisser Abstand zu den Sportlern gegeben ist, empfiehlt sich hier zwangsläufig der Einsatz von langen Brennweiten, wenn es geht so lichtstark wie möglich. Ausnahmen bestätigen hier natürlich auch die Regel. Auch mit Normal- bzw. Weitwinkelbrennweiten ist je nach Motiv natürlich auch ein hervorragendes Sportfoto zu machen. Normalerweise ist aber so, dass es mit Brennweiten ab 200 mm interessant wird. So habe ich z.B. bei meinen Sportfotos ein Zoom bis 210 mm, ein 4,5/300 mm Tele, ein 5,6/400 mm Tele und ein Spiegeltele 8/500 mm eingesetzt. Der Einsatz eines Stativs ist wenig sinnvoll, da wir es kaum mit statischen Motiven zu tun haben. Auch hier habe ich nur, wenn erforderlich, ein Einbeinstativ eingesetzt. Lieber das Filmmaterial von der Empfindlichkeitsklasse höher wählen. Da ich normalerweise mit 100er Agfa Diafilmen arbeite, habe ich hier ersatzweise den 200er, bzw. 400er Agfa eingesetzt. Gute Sportfotos sind auch von der Location abhängig. Ich hatte bisher immer Glück, so dass ich z.B. bei Motocross-Veranstaltungen auf die Cross-Bahn konnte, und meine Bilder aus nächster Nähe schiessen konnte.


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Bei diesem Bildern hatte ich die Möglichkeit vom erhöhten Standort mit dem 70-210 mm Zoom zu arbeiten. Bei Motocross-Veranstaltungen bieten sich viele Möglichkeiten für ein gutes Bild an. Bei den beiden Bildern war ich relativ nah am Geschehen. Da die Sportler hier durch eine Kurve fuhren und die Geschwindigkeit relativ gering war, blieb genug Zeit zur Bildgestaltung.


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Einige Aufnahmen habe ich auch am Sprunghügel gemacht.
Dies ist die zweite interessante Alternative. Hier muss allerdings ein gewisser Abstand gewählt werden, so dass ich hier Brennweiten von 400-500 mm eingesetzt habe. Ein weiteres bildbestimmendes Merkmal wäre ein dunkler Hintergrund (Berg, Wald, etc.), vor dem sich die Crossfahrer abheben.


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Ein weiteres Beispiel für interessante Sportaufnahmen ist das Eis-Speedway. Da es sich hier um einen sehr schnellen Sport handelt, ist die Vorgehensweise anders. Da hier nur aus dem Zuschauerbereich zu fotografieren war habe ich das manuell zu fokussierende 300er eingesetzt Die optimalen Ergebnisse bekommt man, wenn man auf einen Punkt scharfstellt und die Fahrer dort hineinfahren lässt. Am besten macht man eine Serie von 5-6 Fotos. Eins passt in der Regel immer. Das man gerade bei der Sportfotografie mit sehr viel Ausschuss rechnen muss ist klar. Nach meiner Erfahrung sind 2-3 gute Bilder pro Film schon gut.


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Bei den vielen Wettbewerben, an denen ich mich beteiligt habe, national sowie auch international, ist mir aufgefallen, dass die meisten Fotos im Actionsport gemacht werden. Leider sieht man wenig aus dem Schwimmsport oder der Leichtatlethik. Daher habe ich mich mal einige Zeit auch mit dem Thema Leichtatlethik auseinandergesetzt . Sinnvollerweise besucht man kleine regionale Veranstaltungen, dies hat den Vorteil, dass man mit den Sportlern auf die Bahn kann und Bilder aus nächster Nähe machen kann.

Eine Frage, die einige interessieren wird: Wie kommt man an die Termine der Veranstaltungen? Ich habe mir die Termine für Regionalveranstaltungen aus der Tagespresse besorgt. Für Motocross- oder ähnliche überregionale Veranstaltungen aus den Fachzeitschriften der jeweiligen Sportart.


Bei weiteren Fragen dazu schreiben Sie mir ein
E-Mail.


Text und Fotos ©
Wolfgang Hawerkamp

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