Fotografieren mit dem Scanner

Tipps



Ausrüstung
Um mit dem Scanner Fotos zu machen, braucht man einen Flachbettscanner. Es sollte ein Fabrikat sein, bei welchem man den Deckel entfernen kann, um auch größere dreidimensionale Dinge abzuscannen. Dann ist noch ein PC (oder MAC) nötig, möglichst mit einem Arbeitsspeicher ab 128 MB, damit man die Scans zügig mit einer Bildbearbeitungs-Software weiterverarbeiten kann. Eventuell noch ein Zip-Laufwerk (100 MB-Disc), um seine Ergebnisse abzuspeichern oder um sie zum Ausbelichten zu schicken.


Arbeitsweise
Im Prinzip ist dies sehr einfach: Man legt das Objekt mit der abzuscannenden Seite auf die Glasplatte des Scanners, deckt alles sorgfältig ab (Tuch, o. ä.), um Steu- und Umgebungslicht zu vermeiden. Man sollte den Scanner auf 300 dpi einstellen. Nach dem Scanvorgang hat man dann eine Datei zwischen 5 und 10 MB, je nach Größe des Objekts. Diese Datei wird dann weiterbehandelt wie jeder normale Papier-Scan.


Scan in einem Durchgang

Collier © Wolfgang Peter

Das fertige Ergebnis wurde in einem Scandurchgang erreicht. Es besteht aus einem Schmuckstück und einem Hintergrund. Das Collier wurde mit dem "Gesicht" nach unten auf die Glasplatte gelegt. Der dazu passende Hintergrund wurde von einer Clip-Art CD ausgesucht und s/w auf Papier gedruckt. Dieser Papierausdruck wurde dann auf das Schmuckstück gelegt. Durch das Scannerlicht wird das Papier etwas durchscheinend, so dass eine genaue Positionierung keine Probleme bereitet.


Komposition eine Bildes aus mehreren gescannten Objekten
Wenn man an solch eine Arbeit herangeht, dann sollte man schon vorher genaue Vorstellungen haben, was man erreichen möchte. Sehr hilfreich dabei sind auch Papier-Skizzen.

Dolly von Wolfgang Peter

Diese Arbeit besteht aus vier Elementen, wovon zwei davon Scannerbilder sind. Zuerst wurde der Kopf der Puppe gescannt und als Datei gespeichert, danach der Reißverschluss. Nun wurde der Puppenkopf in der Mitte durchgeschnitten und die rechte und linke Seite als eigenständige Ebenenobjekte definiert. Beide Kopfteile wurden nun nach links und rechts gedreht. In die nun entstandene Lücke wurde mit dem "Farbeimer" Himmel eingefügt. Danach wurde der inzwischen sorgfältig freigestellte Reißverschluss ebenfalls als Objekt darübergestellt mit etwas Schatten links, dann wurden alle Objekte eingebunden. Die Plastik-Flugzeuge stammen aus einer DingBats-Schriftendatei und konnten so wie normaler Text verwendet werden: dreidimensionale Darstellung, Füllung mit einer Struktur und Schattenwurf. Dann noch entsprechend positioniert und fertig ist das Composing. Mit etwas Übung und entsprechender Vorarbeit benötigt man für solch eine etwas aufwendigre Arbeit etwa 4 Stunden.


Text und die beiden Abbildungen ©
Wolfgang Peter



Hier finden Sie weitere interessante Beispiele über "Scanner-Kunst"
www.art-of-scan.de



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